Master Definition und Erklärung

Der Begriff Master stammt vom englischen master, dies geht wiederum auf den lateinischen Begriff magister für Lehrer, Meister zurück.

Die Master Definition ist im Grunde einfach. Es handelt sich allgemein um ein Aufbaustudium, das nach dem Bachelor absolviert wird. Es ergänzt dieses grundständige Studium mit 2 bis 4 Semestern. Oftmals handelt es sich bei dem Masterstudium um ein vertiefendes Studium, das auf das erworbene Wissen im Bachelor aufbaut.

Erstmals wurde der Master im Bologna-Prozess im Jahre 1999 eingeführt, um einen gleichwertigen Studienabschluss für europäische Länder zu gewährleisten. So lassen sich Abschlüsse international vergleichen. Bislang ist die Vereinheitlichung der Studiengänge in 47 Ländern eingeführt worden.

Vorteile des Aufbaustudiums

Nachdem uns nun die Master-Definition bekannt ist, sollen im folgenden Abschnitt die Vorteile dieses ergänzenden Studiums thematisiert werden.

Warum empfiehlt es sich für einige Fächergruppen einen Masterabschluss zu machen und für andere weniger? Diese Frage stellt sich vielen Studenten nach dem abgeschlossenen Bachelor. Selbstverständlich ist sie berechtigt.

Es kann allgemein bemerkt werden, dass in den Naturwissenschaften ein Masterstudium gängiger ist, als in vielen Geisteswissenschaften. Fast 90 Prozent der Physiker und Chemiker machen einen Master, um daraufhin den Doktorabschluss zu erwerben. Das liegt vor allem daran, dass die Forschungsarbeit in diesen Gebieten großen Zulauf hat. In einem Masterstudium, lernt der Student das bereits erworbene Wissen des Bachelorstudiums durch wissenschaftliches Arbeiten und Forschen zu optimieren.

Die Geisteswissenschaften verlangen oftmals Berufserfahrung von den Absolventen. Aufgrund dessen streben viele Studenten nach dem Bachelorabschluss ein Volontariat oder einen Trainee an. Es handelt sich dabei um eine Art Ausbildung, die nach dem Bachelorstudium in einem Unternehmen absolviert wird. Dabei durchläuft der Absolvent alle Bereiche des Unternehmens, um bestmöglich auf die Arbeitswelt vorbereitet zu werden. Das kann er allerdings ebenfalls erreichen, wenn er einen Master absolviert, der jedoch Definitionen zu Folge oftmals eher theoretisch als praktisch aufgebaut ist. Deshalb empfiehlt es sich für Geisteswissenschaftler, neben dem Master auch Praktika zu machen.

Will ein Student also eine wissenschaftliche Karriere anstreben und an Universitäten lehren oder in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit einsteigen, ist der Masterabschluss zwingend notwendig. Das gilt sowohl für die Naturwissenschaften, als auch für alle anderen Fachbereiche. Auch ein Lehrer im höheren öffentlichen Dienst benötigt einen Masterabschluss. Der Bachelor-Absolvent muss sich demnach darüber im Klaren sein, was er in seiner zukünftigen Laufbahn erreichen möchte und ob sich ein Masterstudium somit anbietet, oder ob das vollwertige Bachelorstudium genügt.

Aufbau des Studiums

Es gibt mehrere Arten des Aufbaustudiums. In Deutschland gibt es konsekutive und weiterbildende Master. Eine Definition soll euch über die verschiedenen Möglichkeiten aufklären.

Der konsekutive Studiengang baut auf einen Bachelor auf. Er vertieft ihn und führt ihn fachlich fort. Um einen konsekutiven Master zu absolvieren, müssen Vorkenntnisse in dem Fachgebiet in einem Bachelorstudium gesammelt worden sein. Bis zum Jahre 2008 wurden die nicht-konsekutiven Studiengänge ebenfalls abgegrenzt. Es handelt sich bei diesem Masterprogramm um einen Studiengang, der sich fachlich von dem Bachelor abhebt und somit einen anderen Fachbereich abdeckt. Die Voraussetzung an einem nicht-konsekutiven Masterstudium teilzunehmen ist lediglich ein abgeschlossenes Grundstudium. Die konsekutiven Studiengänge erlauben diese fachliche Neuorientierung nicht. Beide Master Arten umfassen 2-4 Semester.

Der Master Definition nach unterscheiden sich weiterbildende Masterstudiengänge vor allem daran, dass sie neben dem Beruf absolviert werden können und oftmals kostenpflichtig sind. Diese richten sich gezielt an Akademiker, die bereits im Beruf stehen, sich aber dennoch weiterbilden möchten. Deshalb ist für eine Zulassung zu diesem Programm Berufserfahrung in dem Fachbereich relevant. In der Regel umfasst ein weiterbildendes Studium 4 Semester.

Alle Master sind in Module gegliedert, die wiederum mit einer Abschlussarbeit in Form von Klausuren oder Hausarbeiten abgeschlossen und benotet werden. Am Ende des Studiums steht die Masterarbeit, die entweder empirisch oder rein theoretisch verfasst wird.

Master – Arten und ihre Definition

Im Mastersystem existieren unterschiedliche Master Arten, die auf die unterschiedlichen Fachgebiete zurückzuführen sind. Die Master Definitionen zu den Abschlüssen sollen im Folgenden kurz aufgeführt werden.

Master of Arts (M.A.)
→ Wird vor allem in den Geistes- und Sozialwissenschaften vergeben.

Master of Education (M.Ed.)
→ Der Abschluss für diejenigen, die eine Einstellung als Lehrer anstreben. Er ist mit dem ersten Staatsexamen gleichzustellen.

Master of Engineering (M.Eng.)
→ Wird bei einigen Ingenieurwissenschaften verliehen. Je nach Studiengang und Universität kann ein Absolvent der Ingenieurwissenschaften auch den Master of Science erlangen.

Master of Fine Arts (M.F.A.)
→ Der Abschluss richtet sich an die Bildenden Künste. So zum Beispiel an die Theaterwissenschaften, die Fotografie oder das Zeichnen.

Master of Laws (LL.M.)
→ Wird in den Rechtswissenschaften verliehen. Ein Absolvent kann entweder mit dem bestandenen Staatsexamen in Jura oder dem Bachelorabschluss den Master of Laws antreten.

Master of Music (M.Mus.)
→ Diesen Abschuss erhält man in der Regel an Musikhochschulen.

Master of Science (M.Sc.)
→ Wird in der Regel in den Naturwissenschaften verliehen. So zum Beispiel in der Mathematik oder der Informatik. Allerdings ebenfalls in der Medizin oder der Psychologie und einigen Ingenieurwissenschaften.