Bachelorarbeit veröffentlichen – es soll nicht alles umsonst gewesen sein.

Nachdem Bachelorarbeiten geschrieben wurden, verstauben sie nicht selten im Regal und werden eventuell noch einmal herausgekramt, um sie den Eltern oder Freunden zu zeigen. Aber es geht auch anders. Studenten haben auch die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeit zu veröffentlichen und ihr damit einen anderen Weg zu ebnen, als im Regal zu verstauben – das Wissen mit anderen teilen.

Warum sollte ich meine Bachelorarbeit veröffentlichen?

Es gibt einige Vorteile, die für eine Veröffentlichung der Bachelorarbeit sprechen. So kann ein Student, der seine Arbeit mit interessanten Ergebnissen für Forschung und Entwicklung veröffentlicht, relevante Kontakte knüpfen. Außerdem bieten ihm diese Kontakte eventuell Vorteile bei einer späteren Jobsuche.
Diese Vorteile bei einer Jobsuche sind nicht zu unterschätzen. Man zeigt mit einer Veröffentlichung, dass man eine gute und für die Forschung interessante Abschlussarbeit verfasst hat. Dass man im Studium gelernt hat, wissenschaftlich zu arbeiten und sein theoretisches Wissen umsetzen kann. Bei einer empirischen Arbeit kann es außerdem passieren, dass Du genau den Nerv des Unternehmens getroffen hast und das Unternehmen also im selben Bereich forscht. Damit erhöhst Du Deine Chancen bei einer ausgeschriebenen Stelle enorm.
Allerdings solltest Du aufpassen, dass Deine Arbeit sich wirklich dazu anbietet, veröffentlicht zu werden. Nicht jedes Thema ist für die Öffentlichkeit interessant und bringt gute Forschungsergebnisse mit sich. Das solltest Du vor einer Bachelorarbeits-Veröffentlichung definitiv beachten.

Wer darf seine Bachelorarbeit veröffentlichen?

Generell liegt das Urheberrecht bei dem Verfasser der Bachelorarbeit. Also darf Dieser auch darüber bestimmen, ob die Arbeit veröffentlicht wird oder nicht. Aber Achtung(!) bei Abschlussarbeiten im Unternehmen. Hier musst Du auch die Sperrklausel achten, die Dir eventuell verbietet einige Teile deiner Arbeit, oder die gesamte Arbeit an die Öffentlichkeit zu tragen. Denn viele Unternehmen möchten aktuelle Forschungsergebnisse erst veröffentlichen, wenn die gesamte Forschung abgeschlossen ist. Nach Ablauf der Sperrklausel ist es Dir allerdings erlaubt, Deine Arbeit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Welche Möglichkeiten der Veröffentlichung habe ich?

Es gibt einige Wege die Bachelorarbeit zu veröffentlichen. Einige sind einfach und umsonst, andere kosten etwas.

  1. Publikationsserver der Universität
    Hier kannst Du Deine Arbeit kostenlos und schnell veröffentlichen. Im Regelfall wird sie auch im Universitätskatalog der Bibliothek aufgelistet.
  2. Universitätsverlag
    Hier müssen Druckkosten bezahlt werden. Außerdem muss Deine Arbeit gewissen Standards entsprechen.
  3. Fachzeitschrift
    Wer eventuell nur einen kleinen Teil seiner Arbeit veröffentlichen möchte, kann sich an eine Fachzeitschrift wenden. Diese Art der Veröffentlichung ist allerdings mit einigen Hürden verbunden, die auf sich genommen werden müssen. Der Redakteur muss zum Beispiel von dem Thema überzeugt werden und außerdem kann es vorkommen, dass der Ausschnitt Deiner Arbeit an einen Artikel angepasst werden muss. Somit muss er in einigen Fällen umgeschrieben werden.
  4. E-Book
    Verlage wie der GRIN-Verlag, bieten die Möglichkeit, die Arbeit online hochzuladen und zu veröffentlichen. Dann kann sie bei einer Google-Suche zum untersuchten Thema gefunden werden und als Quelle für andere Arbeiten auftreten. In der Regel ist die E-Book Variante kostenlos und nicht umständlich. Ein weiterer Anbieter für E-Books ist beispielsweise Amazon.
  5. Blog
    Selbstverständlich kannst Du auch Deinem eigenen Blog auch Deine Abschlussarbeit veröffentlichen. Aber auch als Gast auf anderen Blogs ist das möglich. So kannst Du eine andere Leserschaft erreichen und unter Umständen interessante Kontakte knüpfen.

Welche die für Dich richtige Variante ist, musst Du natürlich selbst bestimmen. Diese Entscheidung kann dir niemand abnehmen. Es bietet sich allerdings immer an, bei einer Entscheidung sowohl positive- als auch negative Seiten zu sehen und gekonnt abzuwägen.