Bachelorarbeit Fragebogen – was muss ich beachten?

Wer eine empirische Arbeit verfasst, in der er eine breite Masse an Rezipienten anspricht, kann unter anderem mit einem Fragebogen relevante Ergebnisse für seine Forschung erlangen. Zunächst klingt das einfach, man sucht sich 100 Personen und befragt diese. Doch es gibt einige Aspekte, die bei einer Erstellung des Fragebogens beachtet werden sollten.

Finde die richtige Zielgruppe

Was willst Du herausfinden? Wie willst Du es herausfinden? Und wen möchtest Du befragen? Das sind wichtige Fragen bei der Beantwortung der Zielgruppenfrage. Willst Du in Deiner Bachelorarbeit das Verhalten von Jugendlichen zu Computerspielen erforschen, nützt es Dir natürlich nicht im Geringsten, 40 Jährige alleinstehende Männer zu befragen. Du musst also beachten, dass Dein Fragebogen nicht willkürlich an alle verteilt werden sollte. Mit solchen Antworten kannst Du dann nämlich nicht arbeiten.
Suche Dir also vorher genau Deine Zielgruppe aus und reglementiere Deine Entscheidung. Weiche nicht davon ab, denn das verursacht Unstimmigkeiten im Ergebnis.
Neben dem „Wer“ solltest Du natürlich auch das „Wie viele“ beachten. Die Qualität einer Umfrage, hängt selbstverständlich auch von der Quantität ab. So kommt es stark auf das Thema an, wie repräsentativ eine Umfrage mit beispielsweise 100 Befragten ist. Bleiben wir bei unserem Beispiel: Möchtest du das Computerspielverhalten von Kindern zwischen 9-14 Jahren erforschen, so bietet es sich an, nicht allgemein zu bleiben, sondern beispielsweise das Verhalten aller Kinder in einer bestimmten Stadt zu erforschen. Dann genügt oftmals eine kleinere Zahl an Befragten. Du musst diese Zahl also immer in Relation mit allen dieser Gruppe angehörenden Personen sehen.

Die richtigen Fragen finden

Ist dieser Schritt getan und Du weißt, wen Du befragen willst und wie viele Fragebögen gebraucht werden, musst du die Bachelorarbeits-Fragebögen erst einmal erstellen. Hierbei wird häufig der Fehler gemacht, dass Fragen nicht zusammen passen und einfach irgendwie aneinandergereiht werden. Du solltest also darauf achten, dass Dein Fragebogen sinnvoll zusammengestellt wird. So sinnvoll, dass Du auf Dein gewünschtes Ergebnis stößt.

Ein weiterer häufig gemachter Fehler ist die Schwammigkeit der Fragen. Sind Deine Fragen nicht eindeutig gewählt, so kann es zu Abweichungen der Antworten kommen. Eine Skala von 1-10 zu wählen kann somit das Ergebnis verfälschen, denn der Eine hält 6 für gut, der Andere hält 7 für gut. Versuche also deine Antworten beispielsweise mit „trifft zu“, „trifft weniger zu“ zu gestalten.
Versuche außerdem die Fragen transparent zu wählen, Du willst Deine Befragten ja nicht hinters Licht führen. Achte also darauf, dass sich keiner wie in einem psychologischen Test fühlt. Jedenfalls nicht offensichtlich.

Wohin gehört mein Fragebogen in die Bachelorarbeit?

Hast Du Deine Bachelorarbeit fertig, muss der Fragebogen natürlich ebenfalls angehängt werden. Dafür bietet es sich an, während der Arbeit natürlich auf einige Fragen näher einzugehen und diese im Fleißtext auftauchen zu lassen, allerdings sollte der gesamte Fragebogen keinesfalls im Fließtext vorkommen. Du kannst also den Fragebogen im Anhang der Bachelorarbeit veröffentlichen und die dazugehörenden Antworten selbstverständlich hinzufügen, damit Deine Ergebnisse nachvollziehbar bleiben.
Dann kann Deine empirische Arbeit glücken und relevante Ergebnisse für die Forschung mit sich bringen.